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Hauptsoftware

CAMEN

Computer-Aided Manufacturing Environment · Inspektions- und Auswertesoftware

CAMEN ist das Herzstück jedes R.A.M.-Systems: Rezepte einrichten, die laufende Bahn in Echtzeit prüfen, Fehler klassifizieren und jede Rolle lückenlos dokumentieren – auf dem Labortisch genauso wie in der Inline-Anlage.

CAMEN-Oberfläche im laufenden Betrieb: Fehlerkarte, Fehlerklassen mit Zählern, Fehlerliste und Fehlerbilder// CAMEN · Live-Ansicht
[ 01 ]Überblick

Die Plattform hinter jedem R.A.M.-System

CAMEN verbindet die Live-Inspektion an der Maschine mit Rezeptverwaltung, Fehlerklassifizierung und lückenloser Berichterstattung. Alle Einstellungen eines Produkts liegen in einem Rezept – ein Produktwechsel ist damit eine Sache von Sekunden.

Der Arbeitsablauf ist auf allen Systemen derselbe: Rezept einrichten, Automatik starten, Fehler klassifizieren, Rollenbericht erzeugen. Bediener finden sich dadurch an jeder Anlage sofort zurecht – vom ITG 500 im Labor bis zum PQMex® in der Recyclinglinie.

Ergebnis: kurze Rüstzeiten, reproduzierbare Prüfergebnisse und Rollenberichte, die jede Charge nachvollziehbar machen.
Auf einen Blick
Bedienung
Touchscreen
Sprachen
Deutsch · Englisch · Polnisch
Auswertung
vSTAT (SQL) · PAT (dateibasiert)
[ 02 ]Vorteile

Was CAMEN für Sie leistet

Kurze Rüstzeiten

Produktwechsel per Rezept – alle Parameter sind gespeichert und sofort abrufbar.

Weniger Ausschuss

Fehler werden erkannt und eingeordnet, bevor ganze Rollen betroffen sind.

Lückenlose Rückverfolgbarkeit

Jede Rolle wird als Bericht mit Defektkarte, Klassen und Fehlerbildern archiviert.

Eine Software für alle Systeme

Dieselbe Software auf allen R.A.M.-Systemen – Rezepte, Klassifizierung und Berichte funktionieren überall gleich. Das erleichtert Schulung und Vertretung.

[ 03 ]Funktionen

Technik im Detail

Rezeptverwaltung

Produktspezifische Parameter wie Grauwert, Schwellenwerte und Bahnbreite als Rezept speichern und laden.

Echtzeit-Fehlererkennung

Zeilenkamera-Inspektion der laufenden Bahn – wahlweise im Hellfeld oder im Dunkelfeld.

Fehlerklassifizierung

Einteilung nach Typ, Größe und Form. Typenklassifikatoren lassen sich auf wiederkehrende Fehlerbilder einlernen.

Defektkarte und Fehlerbilder

Position jedes Fehlers über Bahnbreite und Rollenlänge, auf Wunsch mit gespeichertem Fehlerbild.

Rollenberichte

Kopf- und Fußdaten, Defektliste, Klassenübersicht, Bilder und Analogdaten – je Rolle archiviert.

Auftrags- und Schichtverwaltung

Kunde, Auftragsnummer und Schicht werden mit jeder Rolle erfasst und im Bericht mitgeführt.

Trends und Analogkanäle

Zusätzliche Messgrößen wie Dicke oder Opazität lassen sich als Trend über die Rolle darstellen.

Warnungen und Alarme

Grenzwerte je Fehlerklasse; Alarmausgänge melden Überschreitungen an die Anlagensteuerung.

Mehrbahn- und Tandembetrieb

Aufteilung der Bahn in einzelne Nutzen sowie Tandem-Aufbauten mit mehreren Kameraeinheiten.

Export und Druck

Defekttabellen als CSV, Berichte als PDF, Datenexport über die USB-Schnittstelle.

Zugriffsebenen

Rollenbasierte Benutzerebenen schützen Rezepte und Grundeinstellungen vor unbeabsichtigten Änderungen.

Mehrsprachige Oberfläche

CAMEN spricht die Sprache Ihrer Bediener – aktuell Deutsch, Englisch und Polnisch.

[ 04 ]Fehlerklassifizierung

Jeder Fehler in der richtigen Klasse

CAMEN ordnet jeden erkannten Fehler in zwei Schritten einer Fehlerklasse zu – zuerst nach seinem Typ, dann nach Größe und Form. Die Klassen bestimmen, was gezählt, angezeigt, gespeichert und bewertet wird.

Schritt 1

Typ: hell, dunkel oder kombiniert

Maßgebend ist die Helligkeit der Bildpunkte: Ein Fehler, der nur die obere Schwelle überschreitet, ist hell; einer, der nur die untere unterschreitet, ist dunkel; enthält er beides, ist er kombiniert. Verschärfte Schwellen trennen zusätzlich die hellsten und dunkelsten Anteile ab. Im Fehlerbild sind helle Bereiche rot, dunkle blau eingefärbt.

Schritt 2

Größe und Form

Danach wird der Fehler gegen einen Größenbereich geprüft – wahlweise nach Breite, Fläche, Äquivalentdurchmesser, größter Ausdehnung, getrennter Hell- oder Dunkelfläche, Längen-Breiten-Verhältnis oder Formfaktor. Die Größenbereiche aufeinanderfolgender Klassen überschneiden sich nie.

Klassifikator

Größenklassifikatoren

Werden ausschließlich über Größenangaben definiert – schnell eingerichtet und für viele Anwendungen ausreichend. Zwei Standardvorlagen mit drei Typen und drei oder vier Größenklassen liefern sofort erste Ergebnisse; die Größenklassen berechnen sich aus der Auflösung des Systems.

Klassifikator

Typenklassifikatoren

Werden auf wiederkehrende Fehlerbilder eingelernt und berücksichtigen zahlreiche Fehlereigenschaften zugleich. So lassen sich Fehler deutlich feiner unterscheiden als allein über die Größe. Größen- und Typenklassifikatoren lassen sich frei kombinieren; die Typenklassifizierung schaltet der R.A.M.-Service frei.

Symbol und Farbe

Jede Klasse erscheint mit eigenem Symbol und eigener Farbe in der Fehlertapete – in CAMEN und in vSTAT.

Warn- und Alarmgrenzen

Je Klasse für die ganze Rolle oder je Segment, nach Anzahl oder Fläche – bis hin zu einem Signal an die SPS.

Vorlagen

Klassifikatoren als Vorlage sichern und laden – anders als Rezepte auch zwischen verschiedenen Systemen.

[ 05 ]Arbeitsablauf

Vom Rezept zum Rollenbericht

Vier Schritte, die auf jedem R.A.M.-System identisch sind.

Schritt 01

Rezept einrichten

Grauwert und Schwellenwerte setzen, Bahnbreite festlegen und alles als Produktrezept sichern.

Schritt 02

Automatik starten

CAMEN prüft die laufende Bahn kontinuierlich und erfasst jeden Fehler mit Position und Größe.

Schritt 03

Klassifizieren

Fehler nach Typ, Größe und Form einordnen – über Größenklassifikatoren oder feiner über eingelernte Typenklassifikatoren.

Schritt 04

Bericht erzeugen

Rollenbericht mit Defektkarte, Klassenübersicht und Bildern – archiviert, exportierbar, druckbar.

[ 06 ]Systeme

Wo CAMEN läuft

CAMEN ist auf allen Systemen von R.A.M. im Einsatz – vom Labortisch bis zur Inline-Anlage, überall mit demselben Funktionsumfang. Die Inspektionsansicht ist dabei überall dieselbe; der PQMex® und das ITG 500 – Bench Analyser haben zusätzliche Bedienseiten für ihre Gerätefunktionen.

FIS 1000

Inline-Oberflächeninspektion laufender Warenbahnen – als Surface Camera, Economy, Biaxial und Tandem.

ITG-Serie

Laborsysteme für die Probenprüfung: ITG 500 Bench Analyser, ITG 500 Gel Analyser und ITG 850 – LC.

PQMex®

Inline-Qualitätsmesssystem für Recyclinglinien.

Ausnahme: Der ACA RoQ wird von ACA Systems hergestellt und von uns vertrieben – er arbeitet nicht mit CAMEN.
[ 07 ]Auswertung

Auswertung und Ergänzungen

Die in CAMEN aufgezeichneten Rollenberichte lassen sich in zwei Varianten weiterverarbeiten.

SQL-basiert

vSTAT

Auswertung der Rollenberichte aus der Datenbank: speichern, betrachten, drucken – inklusive Statistik über viele Rollen.

Dateibasiert

PAT

Die Variante ohne Datenbank: Rollenberichte werden direkt aus den Dateien ausgewertet.

Optional

plastPMS

Eigenständiges System zur Produktionsüberwachung – lauffähig unter Windows 10 oder Debian 10.

[ 08 ]Steckbrief

Technische Daten

Software
Bedienung
Touchscreen am Industrie-PC
Installation
Vorinstalliert auf dem Industrie-PC, den R.A.M. zu jedem System liefert
Sprachen
Deutsch · Englisch · Polnisch
Benutzerverwaltung
Rollenbasierte Zugriffsebenen
Daten und Berichte
Rollenbericht
Defektliste, Klassen, Bilder, Analogdaten
Export
CSV (Defekttabelle), PDF (Bericht), USB
Auswertung
vSTAT (SQL-Datenbank) · PAT (dateibasiert)
Integration
Netzwerk
RJ45 Ethernet
Signale
Analogkanäle, Alarmausgänge zur Anlagensteuerung
Systeme
Alle R.A.M.-Systeme: FIS 1000 · ITG 500 · ITG 850 – LC · PQMex®
Unser Experten-Team hilft Ihnen weiter

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